Wer ist geeignet für einen Border Collie?
Der Border Collie gehört dank seiner hohen Intelligenz und Arbeitswillen zu den interessantesten Rassen. Durch seine Freundlichkeit, mittlere Statur, pflegeleichtem Fell und anmutiges Aussehen findet er zunehmend Liebhaber auch außerhalb seiner ursprünglichen Bestimmung als Koppelgebrauchshund. Doch wer glaubt, ein hübsches Schmusetier ins Haus zu holen, der einem alles von den Lippen abliest, wird sich umsehen müssen. Um dem Border Collie gerecht zu werden muss man ihn auslasten und für einen Hütehund bedeutet dies körperlich und auch geistig! Nur wenn man seinen Bedürfnissen gerecht wird, kann auch ein Border Collie ein angenehmer Begleiter in der Familie sein.

Seine ursprüngliche Arbeit, das Einholen und Sortieren von Schafen, gehört auch heute zu den Aufgaben dieser Spezialisten. Die Eigenschaften, die sie hinter einer Schafherde zu etwas Einmaligem machen, nämlich der Arbeitswillen, die rasche Auffassungsgabe, die Schnelligkeit und Wendigkeit, sowie die Führigkeit machten den Border Collie immer beliebter für die jungen Sportarten - Agility und Obedience.
Doch mit der wachsenden Popularität dieser Hunde, insbesondere durch die Film- und Werbeindustrie, wuchsen auch die Probleme. Welpen aus Leistungstieren wurden zunehmend an Familien als "Familienhund" abgegeben, mit zum Teil ernsten Konsequenzen für diese stark unterforderten Hunde.

Der Border Collie ist ein Hund, der sowohl körperliche wie auch mentale Auslastung zwingend braucht. Eine Haltung als reiner Familienhund ist nicht möglich, der Hund entwickelt ohne genügende Auslastung Ersatzhandlungen, die bis hin zur Selbstverstümmelung reichen. Daher gehört diese Rasse nur in Hände, die bereit sind sich den Bedürfnissen des einzelnen Hundes anzupassen. Dann sind die Grenzen des Machbaren nahezu unerreichbar!